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THE HEARTS HOTEL

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Print Artikel von Jochen Zimmer 13. Juli 2022

Warum Hearts Hotel seine Küche nach draußen verlegt.

Steigende Preise, fallende Auslastung und das inmitten der Ferienzeit. Als Energie-Großverbraucher hat das Hearts Hotel in Braunlage jetzt mit einer kreativen Idee auf die steigenden Energiepreise gehandelt: Bis Ende August wird die Abendküche komplett nach draußen verlegt.

Gäste und andere Gourmet-Liebhaber speisen jetzt in der „Outdoor Kitchen“ auf der großzügigen Terrasse des Hotels – gekocht wird energiesparend auf einer speziellen Feuerstelle mit Buchenholz. Die Idee für ein kulinarisches Erlebnis unter freiem Himmel ist aus einer Notsituation heraus entstanden: Es ist ein erster kleiner Schritt, die hohen Energiekosten zu senken.

„Wir mussten irgendwie auf die aktuelle Situation der explodierenden Preise reagieren”, erklären die Hotelbetreiber Meik Lindberg und Ralph Hesse. „Lediglich der Smoker verbraucht noch minimal Strom – so können all unsere Speisen mit einem geringen Energiewert zubereitet werden.”

Von Dienstag bis Samstag bereiten Chefkoch Chris MacCormick und sein Team frische und hochwertige Gerichte am Fegefeuer zu. À la carte, Specials und auch vegetarische Variationen: In der Outdoor Kitchen kann dem Küchenteam über die Schulter geschaut werden – Coole Drinks vom hoteleigenen Barkeeper, Soul-Musik und herrliche Sommerabende auf der Terrasse am Waldrand inklusive. 

Ein Blick in die Zukunft: Gästeumlage, Winterpause, Gas-Lockdown? 

Die Betreiber Meik Lindberg und Ralph Hesse stehen wie viele Hoteliers aktuell vor einer großen Herausforderung. Die Outdoor Kitchen ist eine Idee, dem Ganzen entgegen zu wirken, jedoch ist das Problem damit noch lange nicht gelöst.

Eine Umlage der Verbräuche auf die Gäste ist ein viel diskutiertes Themainnerhalb des Teams. Duschen nur noch bis 22 Uhr oder maximale Zimmertemperaturen von 20 Grad”, so Lindberg. “Noch kurioser ist die Idee, die Zimmer zum Kaltpreis zu vermarkten und dann tagesaktuell einen Verbraucherzuschlag zu veranschlagen.”

Hesse ist kritisch: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Der Blick auf die Wintermonate sieht nicht rosig aus: Energielastige Bereiche wie Hotels könnten in den kalten Wintermonaten mit einer Zwangspause rechnen. Fakt ist: Wenn die Energiepreise weiter so rapide steigen, ist der wirtschaftliche Betrieb im Winter nicht darstellbar.” Wie es nach dem Sommer wirklich weitergeht, bleibt abzuwarten. 

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